Abfahrt: Die Statements der ersten Drei

Die Kommentare von Michael Walchhofer (AUT; 1.), Didier Cuche (SUI; 2.) und Scott Macartney (USA; 3.).

Michael Walchhofer: „Ich muss zugeben, dass es mir Spaß macht Ski zu fahren, wenn ich unter Erfolgsdruck stehe. Ob ich mit meinem Sieg dem österreichischen Team aus der Krise geholfen habe, weiß ich nicht, aber ich hoffe es zumindest. Persönlich bedeutet mir dieser Sieg sehr viel, weil die Gröden-Abfahrt die einzige von den Klassikern war, die ich bisher noch nicht gewonnen habe. Auf der Grödner Abfahrt kann ich meine GleitfĂ€higkeiten am besten ausspielen. Ich bin sehr schnell ĂŒber die Kamelbuckel gekommen und hatte deshalb Schwierigkeiten, die Ideallinie bei der Einfahrt in die Ciaslat-Wiese zu halten“

Didier Cuche: „Ein erster und ein zweiter Platz hier in Gröden: Ich konnte mir wirklich nicht mehr erwarten. Ich habe gewusst, dass sich Walchhofer, Guay und ich den Sieg untereinander ausmachen werden und so war es dann auch. Walchhofer war schwer zu schlagen, weil er im oberen Streckenabschnitt sehr gut gefahren ist. Hier ist es sehr schwer von oben bis unten schnell zu sein. Eigentlich liegt mir die Strecke nicht so sehr, weil ich eigentlich kein Gleiter bin. Deshalb macht es mich umso mehr stolz, dass mir hier zwei so gute Ergebnisse gelungen sind.“

Scott Macartney: „In diesem Jahr haben wir schon eine Reihe von PodestplĂ€tzen herausfahren können, das beweist, dass wir uns gut vorbereitet haben. Außer mir haben auch Sullivan, Nyman und Miller Spitzenergebnisse erzielt. Das Klima innerhalb der Mannschaft ist sehr gut. Der dritte Platz in Gröden bedeutet mir sehr viel, weil ich mich hier 2003 am Knie verletzt habe. Zwischen den Kamelbuckeln und Ciaslat ist die Strecke Ă€ußerst anspruchsvoll. Die Saslong ist ĂŒberhaupt eine Piste, auf der die Geschwindigkeit Ă€ußerst hoch ist und die SprĂŒnge unglaublich weit gehen. Die amerikanische Mannschaft wird wie gewöhnlich die Weihnachtsfeiertage in Europa verbringen und dann nach Amerika fliegen. Jetzt werden wir ins Trentino auf die Paganella fahren und dort trainieren, darauf stehen die Rennen in Bormio auf dem Programm und erst dann fliegen wir nach Hause. Weihnachten verbringen wir im Trentino und in Innsbruck.“