Spitzengeschwindigkeiten von 117 KMH beim ersten Training

Kristian Ghedina und Co. haben heute auf der Saslong  in Gröden, wo am 14.- und 15.Dezember eine Doppelabfahrt ausgetragen wird, insgesamt vier Trainingsläufe durchgeführt. Cheftrainer Alberto Ghidoni hat auf der verkürzten Strecke 22 Tore ausgeflaggt.  Die Athleten erreichten kurz vor den Kamelbuckeln Spitzengeschwindigkeiten von 117 KMH. Der Start war bei "Sochers", oberhalb der ersten Mauer. Jeder Zeitlauf dauerte durchschnittlich  1 Minute und 10 Sekunden. Wie der Cheftrainer sagte, hat die Mannschaft erstmals seit dem Sommertraining in Argentinien wieder auf einer richtigen Abfahrtspiste trainiert. Schon beim ersten Training haben die italienischen Abfahrer die Kamelbuckel übersprungen. Der Trainerstab hatte insgesamt vier Zeitkontrollen eingerichtet. Das Training absolvierten Mitglieder der A-, B- und C-Mannschaft, sowie einige Läufer der Militärsportgruppen. Morgen, Montag,  finden weitere Trainingsläufe statt, bevor die Athleten nach Val D´Isère weiterreisen, wo am Mittwoch ein Super G stattfindet.

Statements Athleten:

Kristian Ghedina: "Jetzt, wo ich in Gröden bin, fühl ich mich sehr wohl. Die Saslong ist ja sozusagen meine Haustrecke. Beim ersten Trainingslauf war ich etwas unkoordiniert, beim zweiten ging es dann schon besser. Ich werde allmählich ´rennhungrig´, die Motivation wird stärker, nachdem ich im Sommer weniger gemacht habe als sonst. Zwar bin ich noch nicht ganz fit, denn ich habe eine Knöchelentzündung, doch ich kann es kaum erwarten, bis die ersten Rennen beginnen. "

Alessandro Fattori:   "Dieses Training  hat es wirklich gebraucht, es ist schön, schnell, man gewöhnt sich wieder an die Sprünge. Wir haben über einen Monat kein ordentliches  Abfahrtstraining mehr gemacht. Ich fühle mich gut und warte bis die richtige Form eintritt."

Roland Fischnaller: "Die Saslong ist sehr schön, ich habe mir nicht gedacht, dass man so gut fahren könnte nach dem gestrigen Regen. Die Strecke ist ein bisschen weich, man kann nicht diesselbe Linie wie im Rennen fahren."

Kurt Sulzenbacher: "Endlich sind wir auf einer richtigen Abfahrtspiste, es geht besser, ich bin sehr froh. Man bekommt wieder etwas Gefühl für die Geschwindigkeit."

Luca Cattaneo: „Zum Glück können wir hier trainieren, sonst kommen wir ohne Vorbereitung zum ersten Weltpokalrennen. Dieses Training hilft sehr viel. Es ist sogar besser von Sochers zu starten, denn dann gewöhnen wir uns allmählich an die höhere Geschwindigkeit. Es ist ein Luxus hier trainieren zu können, wenn man bedenkt, dass es sonst nirgendwo Schnee gibt in Europa.“

Die Läufer des A-Kaders: Kristian Ghedina, Alessandro Fattori, Luca Cattaneo, Erik Seletto, Roland Fischnaller, Kurt Sulzenbacher, Patrick Staudacher, Matteo Berbenni (abwesend: Matteo Nana).