Erstes Training: Bestzeit für Svindal – Sturz von Paris

Aksal Lund Svindal (NOR; 1:58.07 Minuten) vor Erik Guay (CAN; +0,41 Sekunden): Beim ersten Training auf der Saslong waren heuer wieder dieselben beiden Rennläufer vorne, die schon im Vorjahr das erste Training dominiert haben. Aber Svindal weiß: Ein Training ist kein Rennen, schließlich wartet er hier in Gröden immer noch auf seinen ersten Abfahrtssieg. Für einen ersten „Höhepunkt“ sorgte auch Dominik Paris (ITA). Der Lake-Louise-Sieger stürzte in der Ciaslat-Wiese, konnte aber selbst ins Ziel fahren.

Aksel Lund Svindal hat hier in Gröden bereits zwei Super G gewonnen, aber noch keine Abfahrt. Im vergangenen Jahr ist Svindal mit vier Podestplätzen im Gepäck nach Gröden gekommen und hat in den beiden Trainingsläufen die Konkurrenz abgehängt. Beim Rennen haben ihm dann der frisch gefallene Schnee und eine ungünstige Startnummer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das erste Training bestätigt, dass Svindals Form stimmt, um heuer den weißen Gröden-Fleck von seiner Erfolgs-Landkarte zu tilgen. Aber Training und Rennen sind auch heuer wieder zwei verschiedene Paare Schuhe, besonders wenn das Wetter nicht hundertprozentig stabil ist. Hinter Svindal haben sich heute Erik Guay (+0,41 Sekunden), Silvain Zurbriggen (SUI; +0,77), Kjetil Jansrud (NOR; +0,82 Sek.) und Hans Olsson (SWE; +0,97 Sek.) platziert. Überraschend waren vor allem die guten Platzierungen von Zurbriggen und Olsson mit den Startnummern 47 und 72.

Nach der durchwachsenen Vorjahressaison zeigten sich die Abfahrer aus der Eidgenossenschaft gut erholt und stellten dies heute im Training unter Beweis: Neben Zurbriggen platzierten sich zwei weitere Schweizer, Patrick Küng (+1,17 Sek.) und Didier Defago (+1,26 Sekunden) in den Top 10. Hinter Defago landete mit Matthias Mayer auf Platz 8 der schnellste Österreicher. Die Rot-Weiß-Roten brachten mit Otmar Striedinger (11.), Georg Streitberger (12.) und Florian Scheiber (13.) drei weitere Fahrer in den Top 15. Unter den Erwartungen geblieben sind die Hausherren. Den „Azzurri“ liegt die Saslong zumindest in der Abfahrt nicht unbedingt, sie konnten aber in den bisherigen Speedrennen überzeugen. Bester der italienischen Mannschaft war heute Peter Fill auf Platz 17 (+2,11 Sek.), Werner Heel wurde 21. (+2,27 Sek.) und Christof Innerhofer 25. (+2,33 Sek.).

Noch schlechter lief es für Dominik Paris. Er sorgte für die einzige Schrecksekunde im heutigen Training. Der Südtiroler aus Ulten wurde in der Ciaslat-Wiese auf einer Welle ausgehoben und stürzte in die Fangnetze. Der Sieger von Lake Louise konnte aber selbst ins Ziel fahren und hat sich wohl „nur“ eine schmerzhafte Prellung im linken Unterschenkel zugezogen. Weitere Stürze sind heute ausgeblieben. Morgen geht es hier in Gröden mit dem zweiten Trainingslauf weiter. Wir kommentieren wieder live auf www.saslong.org, die Ergebnisse gibt’s live auf www.fis-ski.com.