Ghedina: "Ein letztes Schaulaufen"

Kristian Ghedina hat seine Lieblingsstrecke, die Saslong, gewählt, um sich vom Skizirkus endgültig zu verabschieden.

Vor dem ersten Trainingslauf ist er als Voläufer und Kameramann für das ZDF über die Grödner Abfahrt gefahren.
Es sei gar nicht so einfach, mit der Kamera über die Kamelbuckel zu rasen, gestand Ghedina nach dem ersten Trainingslauf auf der Saslong.

"Zu den Grödnern und der Saslong habe ich ein ganz besonderes Verhältnis. Deshalb war es ein Traum von mir, meine Skikarriere hier in Gröden endgültig zu beenden, um mich dann in Zukunft voll auf meine Karriere als Autorennfahrer zu verdingen”, so Ghedina. Ghedina möchte in der italienischen Tourenwagenmeisterschaft oder in der europäischen Formel 3000 fahren. „Ich kann mich dem Geschwindigkeitsrausch einfach nicht entziehen“, so Ghedina mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

Am Samstag wird Ghedina als Vorläufer in der Ausrüstung von 1989 über die Saslong fahren. “Der Lauf am Samstag wird etwas ganz besonderes für mich sein. Ich möchte mich mit diesem letzten Lauf bei allen bedanken, die mich im Laufe meiner Karriere angefeuert und begleitet haben. Das war für mich der Ansporn, den ich gebraucht habe“, so Ghedina.

Im Frühjahr hat Ghedina seinen Job bei der Finanzwache gekündigt und hat sich mit vollem Einsatz dem Autorennfahren gewidmet. „Ich habe einige Podiumsplätze erringen können und bin eigentlich ganz zufrieden. Der einzige Wermutstropfen war, dass ich nicht einen Formel 1-Wagen testen konnte”, sagt Ghedina in vollem Ernst.