Fanklubs verwandeln Zielstadion in einen Hexenkessel

Die Abfahrt am Samstag bietet nicht nur ein Spektakel auf der Piste, sondern auch im Zielstadion. Ein Dutzend Fanklubs mit über 500 Fans werden auf den Tribünen für Stimmung sorgen.

Ansporn für die Fanklubs, sich besonders für ihre Lieblingsfahrer zu engagieren, ist der Preis für den besten Fanklub. Auch heuer winkt den Siegern wieder ein Sommer-Aufenthalt in Gröden.
2008 haben insgesamt 7000 Zuschauer im Zielstadion in St. Christina und entlang der Piste der Abfahrt beigewohnt. Darunter waren 15 Fanklubs mit gut 600 „Tifosi“. Auch heuer wird es ähnlich heiß im ansonsten kalten Zielstadion hergehen. Angekündigt haben sich bereits 14 Fanklubs mit 5000 Mitgliedern. Auf den Fanklub-Tribünen werden die Anhänger von Michael Walchhofer, Benjamin Raich, Silvan Zurbriggen, Ambrosi Hoffmann, Patrick Staudacher, Peter und Andreas Strodl, Andrej Jerman, Romed Baumann und natürlich Christof Innerhofer ihre Favoriten anfeuern.
Im Vorjahr haben die Fans von Innerhofer den Preis für den besten Fanklub abgeräumt. Sie sind mit einem von zwei Ziegen gezogenen Wagen ins Zielstadion eingefahren. Innerhofer stammt aus dem Pustertaler Ort Gais. Gais ist im Pustertaler Dialekt auch das Wort für Ziege.  Auf dem Wagen war eine Puppe in voller Abfahrtsmontur montiert. Der Clou war, dass unter der in der Abfahrtshocke sitzenden Puppe ein Feuer brannte. Vielleicht wollten die Fans ihrem Christof vodoomäßig Feuer unter dem Hintern machen. Genützt hat es leider nichts, Innerhofer kam mit über vier Sekunden Rückstand auf Sieger Walchhofer ins Ziel.
Die Organisatoren haben der ständig wachsenden Zuschauerzahl Rechnung getragen und heuer erstmals in der Nähe des Zielstadions ein großes Festzelt aufgebaut.