Super G: Svindal lässt sich von der Ciaslat-Wiese nicht abschütteln

Der Norweger Aksel Lund Svindal hat den Super G von Gröden gewonnen. Der Gesamtweltcup-Sieger siegte vor Carlo Janka (SUI; + 0,12 Sekunden) und Patrick Staudacher (ITA; + 0,17 Sekunden). Während Svindal die Ciaslat-Wiesen problemlos meisterte, sind etliche Fahrer dort gescheitert, so etwa  Vorjahressieger Werner Heel (ITA). Auch Mitfavorit Didier Cuche (SUI)  ist ausgeschieden.

Der Super G auf der Saslong war heuer von zahlreichen Ausfällen gekennzeichnet. Schon bis Startnummer 22 gab es sechs Stürze bzw. Torfehler. Gestürzt waren Andrej Jerman (SLO), Christof Innerhofer (ITA) und Werner  Heel  (ITA), der im Vorjahr den Gröden-Super G noch gewonnen hatte. Zum Glück endeten alle Stürze glimpflich und schwere Verletzungen blieben aus.

Die Schlüsselstelle des Super G befand sich einmal mehr bei der Ausfahrt aus der Ciaslat-Wiese. Dort stürzten nicht nur Heel und Jerman, einige weitere Fahrer  verpassten an dieser Stelle das Tor. Der Abfahrtstrainingsschnellste von gestern Donnerstag, Didier Cuche (SUI), ließ auch ein Tor aus, aber schon im oberen Streckenabschnitt.

Aksel Lund Svindal, der schon bei den beiden Trainingsfahrten zur Abfahrt  gezeigt hatte, dass er zum engsten Favoritenkreis gehört, hat heute offensichtlich am besten besichtigt und meisterte die Schlüsselstelle auf der Ideallinie. Svindal zu seiner Fahrt: „Der Kurs war noch langsamer als ich es nach der Besichtigung erwartet hatte.  Ich musste deshalb noch mehr auf eine perfekte Linie achten, voll angreifen und möglichst fehlerfrei ins Ziel kommen. Und das ist mir scheinbar gut gelungen.“

Carlo Janka, der dreifache Sieger von Lake Lousie und zuletzt ebenso oft in Val d’Isere Ausgeschiedene, kam 0,15 Sekunden hinter Svindal auf Platz 2. Janka war im Ziel sichtlich erleichtert und meinte: „Mein Rennen war zwar nicht ganz perfekt. Noch dazu hat sich im Mittelteil meine Brille verschoben. So kann ich mit dem zweiten Platz hier eigentlich zufrieden sein. Zumal mit einem Svindal immer zu rechnen ist. Und was das Duell Österreich gegen die Schweiz betrifft, so haben wir heute wieder einmal zurück geschlagen.“

Die Ehre der Hausherren rettete Super G-Weltmeister Patrick Staudacher: Nach den Ausfällen von Werner Heel und Christof Innerhofer ist Staudacher auf Platz drei gefahren. Bisher  hatte Staudacher in Gröden Platz 6 als bestes Ergebnis zu Buche stehen.

Überraschend auf Platz 4 gefahren ist der Österreicher Mario Scheiber, der seit knapp zwei Jahren keinen Top-Platz mehr erreicht hatte. Zweitbester Österreicher war Benjamin Raich auf Rang 9, Mitfavorit Walchhofer kam nur auf Platz 13. Der leicht angeschlagene Bode Miller (USA) zeigte auch heuer wieder, dass ihm Gröden gut liegt. Trotz des lädierten Knöchels kam er auf Platz 5.

Morgen geht es in Gröden mit der Abfahrt weiter. Start ist wieder um 12.15 Uhr.