"Die Startregel in der Abfahrt hat sich bewährt"

(Aus: Tageszeitung "Dolomiten")
(os) - Erich Demetz ist nicht nur der "Vater" des Skiweltcups in Gröden, sondern auch Vorsitzender des Weltcup-Komitees.
Als solcher war er wesentlich an der Einführung der Abfahrts-Startregel beteiligt, die letzten Winter im Skiweltcup eingeführt wurde. Diese Regel hatte zu vielen Diskussionen geführt, vor allem in Gröden, wo die Top- Läufer im Training um die Wette gebremst haben, um sich eine Startnummer über 30 zu sichern. Zur Erinnerung: Die Regel sieht vor, dass die ersten 30 des Abschlusstrainings im Rennen in umgekehrter Reihenfolge starten. Jene Läufer, die in der Weltcupstartliste unter den ersten 30 sind, im Abschlusstraining aber nicht, starten unmittelbar nach der Nummer 30. "Wir mussten etwas tun, weil die meisten Abfahrtsrennen nach der Nummer zehn entschieden waren. Das war schlecht für das Fernsehen, und ohne TV und Sponsoren kann der Profisport nicht überleben", sagte Demetz gestern bei der Pressevorstellung der Grödner Weltcuprennen. "Die Abfahrtsrennen hatten wieder mehr TV-Zuschauer und oft erst nach einer Stunde die höchsten Einschaltquoten. Und gewonnen haben fast immer die Favoriten. Deshalb können wir ruhigen Gewissens behaupten, dass sich diese Startregel bewährt hat", sagte Demetz weiters. Er räumte zwar ein, dass hin und wieder ein Rennen etwas verfälscht werden könne, aber das sei ein notwendiger Kompromiss, den man eingehen müsse.